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Rekordbeteiligung bei Ministrantenwallfahrt nach Rom
28.07.2010 Ungeachtet der jüngsten Negativschlagzeilen über die katholische Kirche nehmen so viele junge Menschen aus Deutschland wie noch nie an der Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom teil. Rund 45 000 Messdiener aus nahezu allen deutschen Bistümern brechen in den nächsten Tagen in die italienische Hauptstadt auf.

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Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, zeigte sich beeindruckt von der "enorm hohen Teilnehmerzahl". Sie zeige, "dass Ministranten "ein beeindruckend starker und zuversichtlich stimmender Teil unserer Kirche" seien, sagte Zollitsch der Nachrichtenagentur ddp in Freiburg. Ministranten seien für die katholische Kirche ein wertvoller Schatz. Gerade weil in manchen Gottesdiensten nur wenige Kinder und Jugendliche zu sehen seien, "gelten die Ministranten als eine Hoffnung für die Kirche".

Höhepunkt der Wallfahrt, die der Internationale Ministrantenbund CIM veranstaltet, ist die Teilnahme an der Generalaudienz am Mittwoch. "Papst Benedikt XVI. wird auf dem Petersplatz zu den Ministrantinnen und Ministranten sprechen und ihnen Mut machen", erläuterte Zollitsch, aus dessen Erzbistum Freiburg mit 11 300 die mit Abstand größte Teilnehmergruppe kommt.

Nach Angaben des CIM-Vizepräsidenten Peter Hahnen hat sich die Missbrauchproblematik in Deutschland nicht negativ auf die Pilgerfahrt ausgewirkt. Abmeldungen wegen der Skandale seien ihm nicht bekannt. Gegenüber der Wallfahrt von 2006 stieg die Teilnehmerzahl aus Deutschland um rund 10 000. Dieser Zuwachs beinhalte für die Verantwortlichen große Verpflichtung, versicherte Hahnen: "Die Eltern neigen dazu, der Ministrantenarbeit einen großen Vertrauensvorschuss zu geben. Umso stärker sind wir in der Verantwortung, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen."

ddp


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