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Frankreichs EDF und Areva sollen enger zusammenarbeiten
28.07.2010 Der französische Stromriese EDF und der Atomkonzern Areva sollen nach dem Willen der Regierung in Paris künftig enger zusammenarbeiten. Eine geplante "strategische Partnerschaft" zwischen den beiden Unternehmen solle künftig alle Bereiche der gemeinsamen Aktivitäten und Interessen der Unternehmen betreffen, teilte der Elysée-Palast mit. Das Abkommen solle eine sichere und wettbewerbsfähige Versorgung mit nuklearen Brennstoffen gewährleisten. Die beiden Unternehmen würden zudem gemeinsam am Export von Atomreaktoren arbeiten.
Französisches Atomkraftwerk
Französisches Atomkraftwerk ©  Pierre Berenger

In Gesprächen mit Investoren solle zudem die Möglichkeit geprüft werden, ob EDF Anteile an Areva erwirbt, erklärte der Elysée-Palast weiter. Areva will bis zum Jahresende sein Kapital um bis zu 15 Prozent erhöhen.

Erst Anfang des Jahres war zwischen den beiden staatlich kontrollierten Unternehmen ein offener Streit ausgebrochen. EDF hatte Areva, dem wichtigsten Atombrennstoff-Zulieferer des Stromkonzerns, vorgeworfen, wegen Schwierigkeiten bei Vertragsverhandlungen die Versorgung der EDF-Atomkraftwerke mit Brennstäben und auch die Entsorgung des Atommülls eingestellt zu haben.

Hintergrund des Streits war dabei unter anderem Uneinigkeit über die Frage, wieviel Geld Areva für die Verarbeitung des Atommülls von EDF in seiner Wiederaufbereitungsanlage im nordfranzösischen La Hague erhält.

© AFP


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