Zuvor hatte Reid die US-Regierung noch dazu aufgefordert, das Vorhaben zu unterstützen. Wenn das Weiße Haus an einer Rettung der Autobauer interessiert sei, habe es die Macht dazu. Durch das 700-Milliarden-Hilfspaket stünden die Befugnisse sowie die Mittel bereit, um tausende Arbeitnehmer der Autobranche zu schützen, erklärte Reid. Die drei führenden US-Autobauer Chrysler, Ford und Opel-Konzernmutter GM hatten staatliche Hilfe gefordert, um einen "katastrophalen Zusammenbruch" der US-Wirtschaft abzuwenden.
Die Republikaner fordern, eine bereits im September beschlossene Hilfe über 25 Milliarden Dollar für die Branche dem aktuellen Antrag anzupassen. Mit dem Paket sollten eigentlich Investitionen der Autobauer in klimafreundlichere Modelle finanziert werden. Die Demokraten kritisierten, wenn dieses Geld nun zur Rettung der drei großen US-Autobauer verwendet werde, schade dies langfristig der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten US-Autoindustrie.
General Motors (GM) und Chrysler hatten gewarnt, ohne Staatshilfe drohe ihnen bald das Geld auszugehen. Ford geht es bislang noch etwas besser, doch auch hier mahnte das Unternehmen, durch eine Pleite der beiden Konkurrenten könne die eng verwobene Zulieferindustrie in Not geraten. Dies könne potenziell die Produktion der gesamten US-Autoindustrie zum Erliegen bringen. Einer aktuellen Studie zufolge könnten dadurch drei Millionen Jobs verloren gehen - und der US-Regierung Steuereinnahmen in Höhe von umgerechnet knapp 124 Milliarden Euro entgehen.
