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Rettung von Karstadt könnte sich weiter verzögern
27.07.2010 Der Karstadt-Immobilienfinanzierer Valovis-Bank hat Berichte über eine Einigung mit dem US-deutschen Investor Nicolas Berggruen zurückggewiesen. Valovis und Berggruen hätten sich bislang "in keiner Weise" auf bisher umstrittene Detailfragen zur künftigen Regelung der Mieten für die Karstadt-Filialen geeinigt, erklärte eine Valovis-Sprecherin. In den vergangenen Tagen hätten "keine unmittelbaren Verhandlungen" zwischen Berggruen und Valovis stattgefunden.
Rettung von Karstadt könnte sich weiter verzögern
Rettung von Karstadt könnte sich weiter verzögern ©  Ingo Wagner

Mehrere Medien hatten von einer Einigung zwischen Karstadt-Käufer Berggruen und der Bank berichtet, hinter der der Pensionsfonds der Karstadt-Mitarbeiter steht. Berggruen will, dass niedrigere Mieten für die Karstadt-Filialen im Grundbuch festgeschrieben werden. Dadurch sieht die Valovis-Bank aber den Wert der Warenhaus-Immobilien gefährdet. Valovis hat dem Filialvermieter Highstreet 850 Millionen Euro Kredit gegeben, wofür Karstadt-Filialen als Pfand dienen. Medien hatten berichtet, dass Berggruen auf den Eintrag der Mietreduzierungen ins Grundbuch verzichtet habe.

Im Ringen um die Zukunft von Karstadt will Highstreet, hinter dem die US-Bank Goldman Sachs und die Deutsche Bank stehen, den Weg dafür ebnen, dass die Warenhauskette künftig deutlich niedrigere Mieten für ihre Filialen zahlen muss. Investor Berggruen hatte dies zur Bedingung für den Kauf des insolventen Konzerns gemacht. Die Verhandlungen mit Highstreet waren zuletzt ins Stocken geraten. Eine Einigung zwischen Highstreet und Berggruen ist Voraussetzung dafür, dass der Kaufvertrag über das Traditionsunternehmen endgültig in Kraft treten kann.

© AFP


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