Bei den zum Teil auch in Fernsehwerbungen angepriesenen Angeboten geht es vor allem um Varianten sogenannter Live- oder Centauktionen. Bei Liveauktionen bietet der Teilnehmer in unterschiedlichen Cent-Schritten auf das gewünschte Produkt, muss aber anders als bei den kostenlosen gängigen Auktionsplattformen für jedes Gebot zwischen 10 und 50 Cent zahlen - auch, wenn er am Ende leer ausgeht. Gibt er das höchste Gebot ab, muss er zusätzlich ebenfalls noch die Auktionsgebühren zahlen. Kosten für die vermeintliche Schnäppchen steigen laut Darstellung der Verbraucherzentrale so unter Umständen auf ein Vielfaches der gängigen Preise. In Einzelfällen hätten Käufer für Notebooks oder Mobiltelefone schon das drei- bis fünffache dessen bezahlt, was diese üblicherweise kosteten.
Bei ebenfalls kostenpflichtigen sogenannten Centauktionen werben Anbieter damit, dass Kunden ein Produkt während einer zumeist einige Tage andauernden Aktion zum niedrigsten abgegebenen "Alleingebot" erwerben können, sofern sie dessen Höhe erraten. Diese Formulierung bedeutet allerdings, dass sämtliche Tipps ungültig werden, sofern mehrere Teilnehmer die gleiche Zahl nennen. Geben zwei Interessenten "1 Cent" als das voraussichtlich niedrigste Gebot an, haben beide automatisch ihre Gewinnchance verspielt. Auf diese Weise könnte tausende kostenpflichte Einzeltipps ins Leere gehen, mahnte die Verbraucherzentrale.
