In Deutschland, wo die Bundesregierung der Autoindustrie im vergangenen Jahr mit einer Abwrackprämie unter die Arme gegriffen hatte, war den Käufern keine solche Auflage gemacht worden. Neben dem großen russischen Autohersteller Avtovas können aber auch ausländische Firmen wie Volkswagen und Renault profitieren, die Autos in Russland bauen.
Für das bis Anfang November laufende Programm stellt die russische Regierung 11,5 Milliarden Rubel bereit. Das Geld soll für den Neukauf von 200.000 Autos reichen und der russischen Autobranche aus der Krise helfen. Im vergangenen Jahr waren die Autoverkäufe in Russland um mehr als die Hälfte auf 1,4 Millionen Wagen abgesackt. Branchenexperten gehen allerdings davon aus, dass durch die Abwrackprämie auch neue Probleme entstehen: Im gesamten Land gibt es nur zwölf Schrotthöfe, die alte Autos annehmen können - und alle befinden sich in Zentralrussland.
