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Helmut Thoma: Die SED hat RTL den Erfolg gebracht
04.01.2009 Der RTL-Gründer Helmut Thoma (69) hat anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Senders die "enorme Rolle" der DDR für den Erfolg des Unternehmens hervorgehoben.

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Berlin (ddp). Der RTL-Gründer Helmut Thoma (69) hat anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Senders die "enorme Rolle" der DDR für den Erfolg des Unternehmens hervorgehoben. Während die Staatspartei SED den Sender "abgrundtief gehasst" habe, sei er von der ostdeutschen Bevölkerung "mit Begeisterung aufgenommen worden", blickte Thoma in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift "Super Illu" auf die Anfangszeit zurück. Das habe "einen beschleunigenden Effekt" für den Erfolg von RTL gehabt. Der Sender war am 2. Januar 1984 erstmals mit einem TV-Programm zu sehen.

Nach der Wende hätten "die Leute im Osten sich erst einmal West-Autos gekauft und danach gleich Satellitenschüsseln, hauptsächlich um uns empfangen zu können, sagte Thoma. Er betonte: "Wir kamen für die Menschen im Osten nicht als die altbekannten Wessis der Öffentlich-Rechtlichen herüber, sondern als freche, junge Wilde mit neuen Ideen."

Das erste Sendestudio sei "eine umgebaute Lastwagen-Garage mit einfachster technischer Ausstattung" in einem Vorort von Luxemburg gewesen. "Das kann sich heute keiner mehr vorstellen, so primitiv war das", erinnerte sich Thoma, der wie die anderen Pioniere des Senders über keine TV-Erfahrungen verfügte. "Die Leute habe ich alle vom Hörfunk abgezogen. Und zwar nur Leute, die ich beim Radio gerade eben entbehren konnte", sagte er. Dazu gehörten Hans Meiser, Björn-Hergen Schimpf, Rainer Holbe und Geert Müller-Gerbes als Nachrichten-Chef.

(ddp)


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