München (ddp). Sandwiches, Tramezzini, Toasts, Crostini und Bruschette - all diese Köstlichkeiten haben einiges gemeinsam: Sie schmecken lecker, lassen sich wunderbar vorbereiten und passen eigentlich zu jeder Gelegenheit. "Bruschette und Crostini können zum Aperitif gereicht werden, Tramezzini, Toasts und Sandwiches lassen sich gut mitnehmen oder auch mal etwas üppiger belegt zuhause genießen", sagt Margit Proebst, Autorin des Buches "Sandwich Toast. 100 Rezepte von Bruschetta bis Smörrebröd" (Christian).
An der Brottheke oder im Supermarkt kann man sich zum Beispiel zwischen Baguette, Ciabatta, Toast, Pitabrot, Bagels, Laugengebäck oder deftigem Bauernbrot entscheiden. "Natürlich gibt es noch viel mehr Varianten. Wem die Auswahl im Laden nicht ausreicht, der kann sich seine Favoriten auch selber backen", sagt Proebst. Die Autorin bäckt zum Beispiel gerne selbst Karotten-Haselnussbrot oder schmeckt Sauerteig mit Ingwer ab. Auch die Zubereitungsvarianten - vom Antipasti-Sandwich bis zu Ziegenkäse-Crostini - sind zahlreich.
Frisch und sommerlich schmecken italienische Bruschette. Für sie verwende man Ciabatta, welches in Scheiben geschnitten, geröstet, mit Knoblauch eingerieben, mit Olivenöl beträufelt und schließlich mit Tomaten und Basilikum belegt werde. "Natürlich gibt es hier mittlerweile zahlreiche Abwandlungen", sagt Proebst. Eine leckere Variante zum Aperitif seien zum Beispiel Bruschette mit gegrillter Sardine. Für die kleineren Crostini verwende man üblicherweise Baguette. Wie Bruschette müssen auch sie frisch belegt und warm sein - sonst schmecken sie nicht.
"Legen Sie für beide Varianten die Brotscheiben auf ein Blech und rösten Sie sie im vorgeheizten Backofen von jeder Seite zwei bis vier Minuten, bis sie goldbraun und knusprig sind", empfiehlt die Autorin. Für kleinere Mengen könne man zum Rösten auch einen Toaster benutzen. Feine Beispiele für die krossen Kleinen seien zum Beispiel Crostini mit Rucolapesto und Avocado-Tomaten-Salat oder mit Korianderpesto und Garnelenspießchen. "Es bietet sich an, Crostini und Bruschette zu machen, wenn man noch etwas Brot vom Vortag übrig hat", sagt Proebst.
Neben den italienischen Brotvarianten gibt es noch andere warme Köstlichkeiten aus dem Ofen: Klassisch sei der Toast Hawaii mit der obligatorischen Ananasscheibe oder ein saftiges Croque Monsieur - warmer Schinken-Käsetoast mit viel Butter, würzigem Gruyère und Dijon-Senf. "Davon haben sich schon ganze Generationen französischer Studenten ernährt", sagt Proebst. Für den etwas größeren Hunger sei ein überbackener Toast mit Schweinefiletmedaillons gerade richtig. "Richtige Sattmacher sind Falafel-Sandwiches mit Pitabrot oder Fladenbrotviertel mit Grillgemüse und Schafskäse."
Wer es saftig liebt, sollte einmal ein frisches Tramezzino probieren. "Tramezzini werden mit sehr feinem, randlosem Weißbrot gemacht", sagt Proebst. Wer es nicht so genau nehme, könne auch Toast verwenden und den Rand abschneiden. "Ich verwende gerne Sandwich-Toast, er ist etwas größer", sagt die Autorin. Als Belag diene alles, was die (italienische) Küche hergebe: kalter Braten, Schinken, Garnelen, Salami, Käse, Tomaten, gegrilltes Gemüse und vieles mehr. "Auch eine Portion Mayonnaise darf nicht fehlen", sagt die Expertin. Nach dem Belegen wird das Sandwich diagonal geteilt, so dass zwei Dreiecke entstehen. "Ich mag besonders die Kombination mit Hähnchen und Mango-Chutney oder die Tramezzini mit Selleriecreme und Räuchermakrele", sagt Margit Proebst.
Ein neuer Trend sei die Kombination von süß und pikant. "Zu meinen Favoriten zählt zum Beispiel ein Baguette mit Sherry-Honig-Hähnchen und etwas Erdnussbutter oder ein Schinken-Baguette mit Dattel-Ingwer-Creme", berichtet die Autorin. Und wer es etwas deftiger liebt, kann sich an Klassiker wie die Schnitzelsemmel - für den Aromakick mal mit Zitronensenfbutter - oder an pikante Fischbrötchen mit Zwiebelringen halten.
ddp
