Mainz (ddp). Welche Sorgen und Probleme weibliche Häftlinge im Gefängnis beschäftigen, zeigt der 3sat-Film "Frauen im Knast" am Sonntag. Vier Monate lang durfte Filmemacherin Birgit Quastenberg dem Sender zufolge das Alltagsleben von drei Strafgefangenen ungehindert und ohne Auflagen filmen.
Julietta, Monika und Ingeborg sitzen im Frauenhaus der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf ein. Sie sind drei von rund 300 Frauen im Alter zwischen 15 und 68 Jahren, die dort ihre Haftstrafe verbüßen. Die Taten, wegen der sie verurteilt wurden - Bankraub, Totschlag und Diebstahl - werden im Film nur am Rande erwähnt, stattdessen stehen der Gefängnisalltag und das Leben der Frauen im Mittelpunkt: Wie ist es, plötzlich von Partnern und Kindern getrennt zu sein, sich mit einer Fremden eine achteinhalb Quadratmeter große Zelle zu teilen? Hilft das Leben im Gefängnis wirklich, die begangenen Verbrechen zu bereuen?
Auch wenn es den drei Frauen laut Sender schwer fiel, sich offen vor der Kamera zu zeigen, wollten sie als Menschen sichtbar werden und nicht für immer nur als Täterinnen dastehen.
In deutschen Gefängnissen waren Ende August dieses Jahres nach Angaben des Statistischen Bundesamtes knapp fünf Prozent der Strafgefangenen Frauen. Unter den insgesamt 73 203 Häftlingen im geschlossenen und offenen Vollzug befanden sich den Angaben zufolge 3916 Frauen.
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