liesdie.info

Nachrichten auf liesdie.info

Wissensdefizite bei alternativen Antrieben
02.07.2009 Alternative Antriebe, also der Weg weg vom Erdöl, sind derzeit ein vielfach diskutiertes Thema. Doch was wirklich dahinter steckt, scheinen vergleichsweise nur wenige Autofahrer zu wissen. Dass Gas Benzin ersetzen kann, ist inzwischen allgemein bekannt. Doch spätestens bei Hybridantrieben wird das Wissen diffus.

©  ddp

Gas statt Benzin ist den meisten Autofahrern als Antriebsenergie geläufig. Drei Viertel kennen Erdgas (CNG). Um fünf Prozent weniger Befragten ist Autogas (LPG) bekannt. Näher beschäftigt hat sich mit Erdgas ein Sechstel der Teilnehmer, bei Autogas sind es 14 Prozent. Zwei Prozent der Befragten fahren bereits ein mit Autogas betriebenes Fahrzeug. Interessant ist das Resultat im Vergleich mit zwei anderen Zahlen: Aktuell gibt es in Deutschland rund 5040 Autogastankstellen (LPG), aber nur 840 Tankstellen für Erdgas (CNG).

Die eher exotischen Alternativenergien sind den Befragten weniger bekannt. Zwei Drittel kennen den Hybridantrieb vom Namen her, bei Bioethanol sind es 62 Prozent, und knapp über die Hälfte der Befragten hat schon einmal etwas von der Brennstoffzelle als Lieferant für die Antriebsenergien von Fahrzeugen gehört. Etwas mehr, 59 Prozent der Befragten, kennt dem Namen nach Wasserstoff als Energielieferant. Konkret beschäftigt haben sich mit Hybridantrieb 13 Prozent, mit Bioethanol fünf Prozent, Brennstoffzelle und Wasserstoffantrieb sind sechs Prozent der Autofahrer näher bekannt. Der Biokraftstoff BTL (Biomass-to-Liquid - verflüssigte Bio-Rohstoffe) ist dem Namen nach drei Vierteln der Befragten bekannt, acht Prozent haben sich bereits näher damit auseinandergesetzt.

Mit dem Thema Elektrofahrzeug hat sich bisher ein Viertel der Befragten beschäftigt. In stärkerem Maße als für den Durchschnitt ist dies ein Thema für Männer, Bewohner der neuen Bundesländer und Bewohner in Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern.

Befragt nach den Zukunftschancen haben die Autofahrer klare Vorstellungen: Dem Hybrid- und Elektroantrieb sprechen 60 Prozent und 52 Prozent der Befragten die größten Chancen zu, für Bioethanol sehen 21 Prozent zukünftig eine feste Positionierung als Energielieferant für Fahrzeuge.

Mit zunehmender Reduzierung des CO2-Ausstoßes steigt die Bereitschaft, mehr Geld für ein umweltfreundliches Auto auszugeben. Zehn Prozent weniger CO2 wären immerhin 51 Prozent der Befragten Mehrausgaben beim Fahrzeugkauf wert, bei 30 Prozent Reduzierung würden 61 Prozent tiefer in die Tasche greifen. Toyota, VW und Mercedes werden am häufigsten als Hersteller besonders umweltfreundlicher Autos wahrgenommen, aber noch 48 Prozent aller Befragten konnten keine Hersteller solcher Fahrzeuge nennen.

(ddp)


nachrichten auf liesdie.info

Weitere Nachrichten aus der Rubrik Auto:
Jährlich bis zu 89 Prozent Ersparnis für Erdgasautos
Lkw-Fahrverbote sollen Urlaubsverkehr erleichtern
Eine Frage der Disziplin
Der mit dem GTI tanzt

© Ingenieurbüro Michael Wientzek EUROCONSEIL - Stutensee 2005 - 2007