So könnten die Filter ihre reinigende Funktion nicht mehr erfüllen, wenn sie mit Schadstoffen überladen seien. Vielmehr werde der ausgefilterte Schmutz wieder in den Luftstrom abgegeben. Zudem bildeten die angesammelten Schadstoffe einen Nährboden für Schimmel und Bakterien. Fachleute des Zulieferers Bosch empfehlen daher, den Innenraumfilter alle 15 000 Kilometer oder mindestens einmal im Jahr in der Werkstatt wechseln zu lassen. Ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel des Filters ist vor der Urlaubsfahrt, wenn nicht entsprechend den Anweisungen des Fahrzeugherstellers während des jährlichen Service ein Austausch vorgenommen wurde.
Grundsätzlich, erläutert Rainer Hillgärtner vom Automobilclub ACE, gebe es zwei verschiedene Typen von Innenraum- oder sogenannten Pollenfiltern. Während der einfache Filter lediglich Staub, Pollen und Dieselrußpartikel filtriert, absorbiert der Aktivkohlefilter zusätzlich Gase wie Ozon, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und unangenehme Gerüche mit einem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Die meisten Filter können Autofahrer laut ACE selbst problemlos wechseln. Auch ließen sich konventionelle Innenraumfilter vielfach durch einen baugleichen Aktivkohle-Innenraumfilter selbst ersetzen. Für Kfz-Werkstätten bedeute ein Filterwechsel meist nur wenige Handgriffe. Neue Filtersätze kosteten im Handel zwischen 10 und 40 Euro.
Selbst bei Tunnel- und Staufahrten sorgt der Filter für spürbar bessere Luft im Fahrzeuginnenraum. So steigert die bessere Luftqualität die Konzentrationsfähigkeit des Fahrers. "Mit einem neuen Filter bildet sich zudem weniger Schmierfilm auf der Scheibe, wodurch die Sicht durch geringere Blendeffekte verbessert wird", nennt TÜV-Fachmann Puls einen weiteren Vorteil der Tauschaktion.
ddp
