Die Zubereitungsmöglichkeiten für Gemüse sind vielfältig. Man könne es zum Beispiel kochen, dünsten, dämpfen, braten oder grillen. "Zum Kochen verwendet man Brühe oder Wasser, genau wie beim Dünsten", erklärt König. Bei der zweiten Variante werde weniger Flüssigkeit benutzt als beim Kochen und dazu etwas Fett. "Darin wird das Gemüse kurz angebraten, danach wird es mit etwas Flüssigkeit abgelöscht und weiter gegart", sagt König. In der Regel dauere das weniger lang als beim Kochen, was das Dünsten zur schonenderen Zubereitungsweise mache.
"Beim Dämpfen wird das Gemüse in einen Dampfeinsatz gegeben und durch den aufsteigenden Wasserdampf gegart", erklärt König. Auf diese Weise behalte es am meisten Vitamine. Für alle Zubereitungsarten gelte: Je kürzer man das Gemüse gare, desto mehr Vitamine blieben erhalten und desto knackiger schmecke es auch.
"Zum Braten und auch zum Grillen eignen sich wasserreiche Gemüsesorten wie Auberginen, Paprika, Zwiebeln oder Zucchini", sagt die Autorin. Sie sollten nach dem Waschen gut abgetrocknet werden. So vermeide man Spritzer. Kurz vor dem Grillen sollte das Gemüse mit etwas Öl eingepinselt und gewürzt werden. "Ich persönlich lege Grillgemüse immer auf eine Aluschale, so kann nichts durch den Rost rutschen", sagt König.
Um dem Gemüse die nötige Würze zu verleihen, seien Kräuter ideal. "Gemüse nimmt ihr Aroma gut an und alles schmeckt sehr intensiv", sagt die Autorin. Wie bei Wein und Käse passen hier Produkte aus derselben Region gut zusammen. Mediterrane Kräuter wie Basilikum, Thymian oder Oregano schmeckten deshalb gut zu Auberginen, Tomaten und Zucchini. "Zu heimischem Gemüse wie Kohlrabi oder Möhren passt zum Beispiel Petersilie gut, mit Gurken harmoniert Dill", sagt König. Natürlich könne man ganz nach eigenem Gusto neue Würzkombinationen testen. "Probieren Sie auch mal asiatische Kräuter wie Thaibasilikum, Minze oder Koriander aus", sagt die Autorin.
Leckere Rezeptideen mit Sommergemüse sind zum Beispiel pikante Gemüse-Muffins mit Buttermilch und Bergkäse, feine Antipasti-Spieße vom Grill mit Estragon-Aioli oder Möhren-Kerbel-Nudeln. "Ich bin ein großer Fan von Staudensellerie, besonders raffiniert finde ich das Rezept für Ofensellerie mit Semmelbröselkruste", sagt König. Das Gericht schmecke zu kräftigem Fleisch wie Lammkoteletts oder auch zu Lachssteaks. Ein feines Intro für Gäste seien die Dreierlei Sommer-Bruschette: einmal mit Räucherlachs, Rucola und Wasabi, einmal mit Erdbeeren und Basilikum und einmal mit Chili, Rosmarin, Olivenöl und gerösteten Pinienkernen.
"Sehr gern esse ich auch den Möhrensalat vom Blech", sagt die Rezeptentwicklerin. Dafür schneidet man die Möhren in schräge, dünne Scheiben, vermengt sie mit Thymian, Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas Zucker und gart sie im Ofen. Anschließend mischt man noch Rucola, Sonnenblumenkerne und Fetawürfel unter. "Nun muss der Salat nur noch mit Essig und Öl angemacht und nach Belieben etwas gewürzt werden", sagt König.
Zu allen sommerlichen Gemüsegerichten schmecken leichte Bowlen. "Gut ist zum Beispiel eine fruchtige Pfirsichbowle oder eine erfrischende Melonen-Gurken-Bowle", sagt die Autorin.
ddp
